Franklin
Wedekind.
––
Der
Schnellmaler.
Große tragikomische Originalcharakterposse
in drei Aufzügen.
––
Zürich
1889.
Verlags-MagazinDas Verlags-Magazin (J. Schabelitz) in Zürich, ein für die Literatur der frühen Moderne einschlägiger Verlag, vermittelte Karl Henckell, der einige seiner Bücher dort veröffentlicht hatte, an Wedekind [vgl. KSA 2, S. 546]..
(J. Schabelitz)
S. l. Oskar
SchiblerAuf das (heute verschollene) Widmungsexemplar des Lustspiels kommt Oskar Schibler einige Jahre später noch einmal zu sprechen. Das ihm 1889 von Wedekind dedizierte und mit der Unterschrift „Der Verbrecher.“ versehene Exemplar des Schnellmalers habe Marie Laué bei ihrem letzten Besuch in Aarau ausgeliehen und nach Köln mitgenommen [vgl. Oskar Schibler an Wedekind, 14.9.1905].
Der VerbrecherWedekind dürfte hier auf die Figur des Hochstaplers Dr. Steiner aus seinem Lustspiel „Der Schnellmaler“ anspielen, der im Stück als ein gesuchter Verbrecher entlarvt (Szene III/7), aber dann doch nicht verhaftet wird; der Kommissär bemerkt (Szene III/8): „Die Justiz kennt gottlob kein Ansehen der Person. Ob schuldig oder unschuldig, vor dem Gesetz gilt jeder Verbrecher gleich.“ [KSA 2, S. 92] – Das Widmungsexemplar für Karl Henckell unterschrieb Wedekind in gleicher Weise [vgl. Wedekind an Karl Henckell, 7.4.1889].
7.IV 89