Kartenbrief
An
Herrn Camillo HoffmannWedekind dürfte den Feuilletonredakteur der Wiener Tageszeitung „Die Zeit“ Camill Hofmann erst am 28.2.1910 in Wien persönlich kennengelernt haben, als er mit ihm und zwei weiteren Wiener Kritikern einen Abend verbrachte: „Mit Max Messer, Camillo Hoffmann und Bettauer bei Hartmann.“ [Tb]
in Wien
Wohnung (Straße und Hausnummern) tit Redaktion „Die Zeit“ |
Sehr geehrter Herr Hoffmann!
Empfangen Sie meinen ergebensten
Dank für Ihre liebenswürdige Aufforderungnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Camill Hoffmann an Wedekind, 15.10.1910. Camill Hoffmann dürfte Wedekind um einen Beitrag für das Feuilleton der Wiener Tageszeitung „Die Zeit“ gebeten haben; möglicherweise schrieb Wedekind den nicht überlieferten Text, den er zurück in München (siehe unten) am 21.10.1910 notierte: „Schreibe ‚an die Kritik‘ fertig.“ [Tb] Ein Beitrag Wedekinds in „Die Zeit“ ist für den Rest des Jahres 1910 bis Anfang 1911 nicht nachweisbar., der ich mit Vergnügen Folge leisten
werde, sobald ich wieder in meinen vier Wänden bin. Hier in BerlinWedekind war seit dem 1.10.1910 zu einem Gastspielaufenthalt in Berlin [vgl. Tb], was in Wien bekannt war, wie Presseberichte darüber zeigen [vgl. Wedekind-Abend. In: Die Zeit, Jg. 9, Nr. 2887, 8.10.1910, Morgenblatt, S. 3]; insofern dürfte Camill Hoffmann seine Anfrage (siehe oben) nach Berlin geschickt haben. ist es mir
leider nicht | möglich etwas Zusammenhängendes zu schreiben. Ende dieser Woche
bin ich hoffentlich wieder in MünchenWedekind war seit dem 1.10.1910 zu einem Gastspielaufenthalt in Berlin [vgl. Tb], was in Wien bekannt war, wie Presseberichte darüber zeigen [vgl. Wedekind-Abend. In: Die Zeit, Jg. 9, Nr. 2887, 8.10.1910, Morgenblatt, S. 3]; insofern dürfte Camill Hoffmann seine Anfrage (siehe oben) nach Berlin geschickt haben.. Dann werde ich mich sofort daranmachen.
Mit besten Grüßen Ihr
ergebenster
Frank Wedekind.