12/1/.VIII.86.
Lieber Papa.
Leider bin ich mit meinem Gelde nicht ausgekommen und bitte Dich deshalb noch um dreißig Mark. Ich würde früher kommen, aber ich muß noch packen und Sonnabend und Sonntag scheinen mir keine passenden Tage zur Reise. Darum gedenk ich Sonntag Abendden 15.8.1886. 7 Uhr hier fort zu fahren, um am am/Mo/ntag Morgenden 16.8.1886. gegen 10 Uhr in Zürich zu sein. In der freudigen Erwartung des Wiedersehens und in der Hoffnung Dich und die ÜbrigenIn Lenzburg dürften sich die Mutter Wedekinds und die Geschwister Donald, Emilie und Erika aufgehalten haben. gesund und wohl anzutreffen grüßt Dich herzlich dein treuer Sohn Franklin.
Bestehend aus 1 Blatt, davon 1 Seite beschrieben
Als Schreibort wird der Studienort Wedekinds angenommen.
München11. August 1886 (Mittwoch) Sicher
MünchenDatum unbekannt
LenzburgDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Friedrich Wilhelm Wedekind, 11.8.1886. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (22.04.2026).
Tilman Fischer