Unterzeichnete verpflichten sich zum geschäftlichen VertriebWedekinds Idee, einen Bühnenvertrieb der Autoren zu gründen, dürfte im Zusammenhang seiner Unzufriedenheit mit dem Vertrieb seiner Stücke durch den vom Albert Langen Verlag beauftragten Arthur Langen entstanden sein, die zu einer Aufkündigung der Geschäftsbeziehungen durch Wedekind führte [vgl. Wedekind an Albert Langen und Albert Langen Verlag, 3.4.1902]. Bereits einige Tage später, bereute er diesen Schritt offenbar wieder [vgl. Korfiz Holm an Albert Langen, 10.4.1902, in: Abret/Keel 1989, S. 293] und machte andere Vorschläge zur Regelung des Bühnenvertriebs seiner Stücke. ihrer dramatischen Werke. an der Gesellschaft dramatischer Autoren im Sinne der Pariser Société des Auteurs dramatiquesDie 1777 in Paris gegründete Société des auteurs et compositeurs dramatiques (bis 1829 als Bureau de législation dramatique) ist die älteste Verwertungsgesellschaft für die kollektive Verwaltung von Urheberrechten. teilzunehmen. Diese Verpflichtung ist dauert vorläufig bis zum 1. Januar 1903.
Bestehend aus 2 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Der 4.4.1902 ist als Ankerdatum gesetzt. Wedekind dürfte die Erklärung für ein Rundschreiben an verschiedene Autoren und Autorinnen bald nach seinem Kündigungsbrief gegenüber seinem Verleger [vgl. Wedekind an Albert Langen und Albert Langen Verlag, 3.4.1902] notiert haben, ähnlich wie das von ihm geplante Zirkular an verschiedene Theaterdirektoren [vgl. Wedekind an Theaterdirektoren, 4.4.1902]. Es dürfte ebenso wie dieses unverschickt geblieben sein.
München4. April 1902 (Freitag) Unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an (Gruppe) Autoren/Autorinnen, 4.4.1902. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (23.01.2026).
Tilman Fischer